Ein jüdisches Schiff nach Gaza
Presseerklärung - 28. September 2010, 13.45 Uhr
JÜDISCHES BOOT NACH GAZA VON ISRAELISCHER MARINE GEKAPERT
Jüdisches Boot nach Gaza wurde von israelischen Soldaten geentert
und in den Hafen von Ashdod gebracht
Die Irene, ein Schiff mit neun Passagieren und Hilfsgütern für die
Bevölkerung von Gaza wurde von der israelischen Marine aufgebracht und
an der Weiterfahrt nach Gaza gehindert. Auf dem Schiff weht die
britische Fahne und unter den Passagieren befinden sich Bürger aus den
USA, dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Israel.
Der letzte Kontakt mit dem Kapitän des Schiffs, Glyn Secker, fand um
9.37 GMT statt, als sich ihnen ein Zerstörer in den Weg legte. Jüngste
Berichte aus anderen Nachrichtenquellen lassen vermuten, daß das
Schiff eingekreist und geentert wurde. Zu diesem Zeitpunkt befand es
sich weniger als 20 Meilen von Gazas Küste entfernt. Seitdem sind alle
Leitungen tot.
Die territorialen Gewässer des Gazastreifens enden 12 Seemeilen vor
der Küste, die israelische Blockade wird jedoch bereits ab 20 Meilen
Entfernung von der Küste durchgesetzt.
Die israelische Rechtsanwältin Smadar Ben Natan, von der die
Passagiere vertreten werden, verlangte, ihre Klienten sofort zu sehen.
Die ortsansässige Gruppe der 'Ärzte für Menschenrechte - Israel' hat
um die Erlaubnis gebeten, unverzüglich einen unabhängigen Arzt zu
einem Besuch zu den Passagiere zu entsenden, nachdem sie von den
Organisatoren erfahren hatte, daß mindestens ein Passagier unter
schwerwiegenden chronischen Gesundheitsproblemen leidet und
medizinischer Hilfe bedarf.
Von London aus verurteilte Richard Kuper, Mitglied der organisierenden
Gruppe 'Jews for Justice for Palestinians', die offenkundige Aktion
der israelischen Armee und erklärte, daß dieses Schiff und sein
Schicksal ein Symbol für die Chance auf Frieden
in der Region darstellen. Die Art und Weise, wie die israelischen
Behörden mit ihm umgehen, zeige, daß diese nicht wirklich die Absicht
verfolgen, Frieden zu schließen, kommentierte er. Er bat in einem
Appell um weltweite Unterstützung für das Schiff und seine Botschaft
des Protests gegen die Blockade von Gaza und die Besetzung.
European Jews for a Just Peace, Jews for Justice for Palestinians
(UK), Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost (Germany),
American Jews for a Just Peace (USA), Jewish Voice for Peace (USA),
Jews Against the Occupation Sydney.
Übersetzung aus dem Englischen:
Redaktion Schattenblick
28.September 2010, 10:37 Uhr
Israelischer Zerstörer versperrt Jüdischem Schiff den Weg
Es ist insgesamt von 10 israelischen Schiffen die Rede, die um das jüdische Schiffe herum sind. Weitere Infos hier!
Außerdem Links zu weiteren aktuellen Artikeln zum Thema:
http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-11425408
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33394/1.html
http://www.linksfraktion.de/pressemitteilungen/freie-ueberfahrt-irene/
27.September 2010:
Das Boot fährt heute auf offener See und wird voraussichtlich morgen, 28. September ankommen.
Auf der englischen Homepage sind Bilder, ein Video und Artikel auch zum Weiterverwenden.
The boat is on its way and will presumably arrive tomorrow, September 28.
On the english homepage you can find pictures, a video and articles concerning the boat.
Pressemitteilung vom 26.September 2010:
Ein Jüdisches Schiff nach Gaza verlässt den Hafen von Zypern
Ein Schiff, organisiert von jüdischen Gruppen weltweit und beladen mit Hilfsgütern für die Bevölkerung Gazas, hat den Hafen von Zypern heute am 26. September 2010 um 13.30 Uhr Ortszeit verlassen.
Das Schiff mit dem Namen Irene (Frieden) segelt unter britischer Flagge und hat einschließlich der Crew 10 Personen an Bord. Unter ihnen befinden sich Juden aus den USA, Großbritannien, Deutschland und Israel, sowie zwei britische Journalisten.
Zum Zeitpunkt einer Krisensituation der Friedensgespräche fordern Juden und Israelis die Beendigung der Blockade und der Okkupation!
Die Schiffsfracht besteht aus in Gaza dringend benötigten Hilfsgütern wie Kinderspielzeug, Schulbüchern, Fischernetzen für die Fischer von Gaza und Prothesen für die orthopädische Behandlung in dortigen Krankenhäusern. Diese Hilfe kann jedoch wegen der Größe des Boots nur symbolischen Charakter haben..
Die Fracht ist für das Gaza Community Mental Health Programme und seinen Leiter, den Psychiater Dr. Eyad Sarraj, bestimmt.
Das Schiff wird versuchen, die Küste Gazas zu erreichen, um dort in einem symbolischen Akt der Gewaltfreiheit und Solidarität das Hilfsmaterial zu entladen. Es ruft zum Ende der Belagerung, zum freien Zugang von Gütern und für Bewegungsfreiheit der Menschen von und nach Gaza auf.
Das Schiff wird Friedenswimpeln in den Farben des Regenbogens hissen. Sie tragen die auf Friedenstauben geschriebenen Namen zahlreicher Juden, die diese Aktion unterstützen, und symbolisieren damit die weitverbreitete Solidarität von Juden in aller Welt.
In London erklärte heute Richard Kuper von der organisierenden Gruppe Jews for Justice for Palestinians (Juden für Gerechtigkeit für Palästinenser), das Jüdische Schiff nach Gaza sei ein symbolischer Akt des Protestes gegen die israelische Okkupation palästinensischen Territoriums und die Belagerung von Gaza. Es trage eine Botschaft der Solidarität mit Palästinensern und Israelis, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen.
„Nicht alle Juden unterstützen die Politik der israelischen Regierung“, sagte Kuper. „Wir rufen die Regierungen und Menschen in aller Welt auf, sich gegen Besatzung und Belagerung zu wenden und zu handeln“.
Zur Frage drohender Abfangaktionen der israelischen Marine erklärte Kuper: „Dies ist eine gewaltfreie Aktion. Unser Ziel ist es, nach Gaza zu gelangen, aber unsere Aktivisten werden sich auf keine gewalttätige Konfrontation einlassen. Sie werden den Israelis keinerlei Vorwand bieten, sie - mit welcher Begründung oder welchem Vorwand auch immer - zu überfallen oder Gewalt gegen sie anzuwenden.
Der 82jährige Passagier Reuven Moskovitz erklärte, dass es immer sein Lebensziel war Feinde zu Freunden zu machen. Er sagte:„Wir sind zwei Völker, aber wir haben eine Zukunft.“
Kontakt zu den Passagieren (Satelliten-Telefon an Bord):
00 88.21.66.86.10.337
Medien-Kontakt in London (für Interviews mit den Organisatoren):
Yosh 0044 7816448307
Medien-Kontakt in Israel: Miri 00972 549270796
Medien-Kontakt in Deutschland: Kate P. Katzenstein-Leiterer: Tel.: *49 (0)30 24532031, mobil: *49 (0)162 9660472, e-mail: kate.leiterer@gmx.de
Passagiere und Besatzungsmitglieder für Interviews:
Reuven Moskovitz, Israel, ist Gründungsmitglied des jüdisch-arabischen Dorfes Neve Shalom (Oase des Friedens) und Holocaust-Überlebender. Er spricht deutsch, hebräisch und englisch.
Rami Elhanan, Israel, hat seine Tochter Smadar bei einem Selbstmordattentat 1997 verloren und wurde Gründungsmitglied der Organisation „Familienzirkel der Leidtragenden“, in dem Israelis und Palästinenser, die Angehörige während des Konflikts verloren haben, sich gemeinsam für den Frieden einsetzen. Er spricht hebräisch und englisch.
Lilian Rosengarten, USA, ist Friedensaktivistin and Psychoanalytikerin, aus Nazi-Deutschland geflohen. Sie spricht englisch und deutsch.
Glyn Secker, Großbritanien, ist Kapitän des Schiffs und Mitglied der Jews for Justice for Palestinians (Juden für Gerechtigkeit für Palästinenser). Er spricht englisch.
Yonatan Shapira, Israel, ist ehemaliger Pilot der israelischen Luftwaffe und nun Aktivist für die Combattants for Peace (Kämpfer für Frieden). Er spricht hebräisch und englisch.
Carole Angier, Großbrittanien, ist die Biographin des bekannten Autors und Holocaust-Überlebenden Avi Primor . Sie spricht englisch, französisch, italienisch und deutsch.
Dr. Edith Lutz, Deutschland, ist Krankenschwester, promovierte Judaistin und Friedensaktivistin. Sie war 2008 auf dem ersten Schiff nach Gaza und spricht deutsch und englisch.
Alison Prager, Großbritannien, ist Lehrerin und Friedensaktivistin. Sie spricht englisch.
Itamar Shapira, Israel, ist Yonatans Bruder und gehört zur Schiffsmannschaft. Er spricht hebräisch und englisch.
Eli Osherov, Israeslischer Reporter von Israel Channel 10 News.
Unterstützer: Jüdische Organisationen und Einzelpersonen aus Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland, USA, der Schweiz, Dänemark, Schweden, Belgien, Frankreich, Österreich, Australien und Israel.
Organisatoren und Sponsoren: European Jews for a Just Peace, Jews for Justice for Palestinians (GB), Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost (Deutschland), American Jews for a Just Peace (USA), Jews against the Occupation (Australien).
Wir erwarten seine Abreise in Kürze. Die Organisation hat der englische Zweig "Jews for Justice for Palestinians" zusammen mit Mitgliedern der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost" übernommen!
Die Organisatoren bitten um Verständnis, dass aus Sicherheitsgründen keine Auskünfte zu Abfahrtsort und Abfahrtseit gegeben werden können. Eine Presseerklärung wird zu gegebener Zeit veröffentlicht
Finanzielle Spenden werden weiterhin dringend gebraucht und dankbar entgegengenommen.
Unser Spendenkonto:
Bank für Sozialwirtschaft
Kontoinhaber: Jüdische Stimme
Kto: 1053200
BLZ: 10020500
Stichwort "Jüdisches Boot"
Oder einfach und sicher über PayPal (siehe Link am linken Rand)!
JEWISH SHIP TO GAZA




